Freitag, 18. Oktober 2013

"Backen mit Stevia"

Viele von euch haben wahrscheinlich schon mal von Stevia, dem pflanzlichen Süßungsmittel, gehört. Die allerwenigsten werden sich allerdings bereits ans Backen damit gewagt haben. Das ging mir bisher auch so, denn ich war mir nie sicher, wie ich den Zucker so einfach ersetzen kann. Ohne den Zucker verändert sich ja die Konsistenz des Teiges.
Seit August 2013 gibt es zu diesem Thema ein neues Backbuch aus dem Hause Gräfe & Unzer, das ich euch heute vorstellen möchte. Es heißt "Backen mit Stevia", ist von den Autorinnen Christiane Schäfer und Sandra Strehle und wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!


Die Autorinnen haben sich sehr viel Mühe gegeben, dem Leser/ der Leserin die verschiedenen Steviaprodukte zu erklären und wie diese für verschiedene Teige am besten verwendet werden. Das finde ich klasse, denn so wurde mir klar, wie man Stevia auch z.B. für einen Biskuitteig verwenden kann. Dass sie viel experimentiert haben, damit für jeden Teig ein optimales Ergebnis herauskommt, wird sehr deutlich. So haben sie zum Beispiel herausgefunden, dass Joghurtbutter besser passt anstelle der normalen Butter und dass der Teig mit mehr Eiern besser gelingt. Das finde ich alles sehr spannend.
Eingeteilt ist das Buch in vier Kategorien:

  • Tipps und Extras
  • Kuchen für jeden Tag
  • Kuchen & Torten mit Obst
  • Muffins & Kleingebäck

Ich habe mich dazu entschlossen, einen Schokomuffin nachzubacken, denn so konnte ich auch gleich mal Steviaschokolade ausprobieren. Das ist bei 2,89€/85g allerdings kein billiger Spaß.

Für 12 Muffins braucht ihr:
  • 85 g gehackte Steviaschokolade, Zartbitter oder Vollmilch
  • 2 Eier
  • 200 g Naturjoghurt
  • 10-12 Tropfen Steviosid-Flüssigkeit
  • 180 g Weizenvollkornmehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 3 EL Kakao
  • 1 EL Rum

Die Eier seeehr schaumig schlagen, dann den Joghurt und die Stevia-Flüssigkeit hinzufügen und gut verrühren, damit sich die Süße gut verteilt. Mehl, Backpulver und Kako mischen. Zusammen mit dem Rum unterühren. Zum Schluss die gehackte Schokolade hinzufügen.
Den Teig auf 12 Förmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft ca. 30 Minuten backen.



Mein Fazit:
Es schmeckt gut! Den Lakritz-Geschmack, den viele schmecken, konnte ich nicht feststellen. Dazu sagen die Autorinnen auch, dass er vor allem auftritt, wenn Stevia zu hoch dosiert wird. 
Ich werde jetzt zwar nicht komplett auf Stevia umstellen, da das meist doch nicht so einfach ist, aber wenn ich Diabetiker zu Gast habe, werde ich in Zukunft definitiv mithilfe von Stevia auf sie Rücksicht nehmen und etwas backen, das auch sie essen können (oder wenn meine Tante mal wieder fastet und komplett auf jeglichen Zucker verzichtet). 
Insofern: ein sehr gesunde Alternative, die gut schmeckt, aber ohne entsprechende Anleitungen nicht einfach anzuwenden ist. 
Aber: dafür gibt es ja das neue Backbuch aus dem GU Verlag. :)

Damit wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende,
Wiebke

P.s.: Wenn ihr Interesse daran habt, zeige ich euch gerne mal meine gesamte Buchschätzesammlung aus dem GU Verlag. Das sind viiiele (sogar von meiner Großmutter geerbt).

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