Donnerstag, 22. November 2012

Quittengelee

Wie ihr auf meinem Blog sehen könnt, bin ich fleißige Leserin von Barbaras Blog Barafras Kochlöffel. Alle, die den tollen Koch- und Backblog noch nicht kennen, sollten unbedingt mal vorbeischauen. Sie hat hervorragende Rezepte zu Torten, Kuchen, Marmeladen, salzigen Sachen, Eingelegtem,... Ich könnte noch ewig aufzählen ;)
Letztens hat sie ihr Quittengelee und Quittenbrot vorgestellt, was mich daran erinnert hat, dass es das um diese Jahreszeit bei meinen Eltern auch immer gibt. Als Kinder haben wir uns immer ums Quittenbrot gestritten. Und als ich wenige Tage später an einem kleinen Obst- und Gemüseladen vorbeikam, und dieser Quitten im Sortiment hatte, musste ich einfach zuschlagen.
Ich habe also auch Gelee gekocht und kann auch nur empfehlen, selbst welches zu kochen. Es schmeckt sooo lecker auf einem Brot oder Stück Hefezopf mit Quark und Butter. So esse ich es am liebsten.


Wie ihr das Gelee kochen könnt, zeige ich euch jetzt.
Für fünf Gläser à etwa 200 ml braucht ihr:

  • 3 große Quitten, entspricht ca. 1200 g
  • 500 g Gelierzucker 1:2
  • Saft einer Zitrone

Die Quitten waschen und klein schneiden. Ihr könnt das Kerngehäuse ruhig mitkochen, denn die Kerne enthalten viel Pektin, was ein natürliches Geliermittel ist. Die Quittenstückchen in einem Topf mit Wasser bedecken und ca. 50 Minuten bei schwacher Hitze kochen. Das ganze am besten über Nacht ziehen lassen.
Am nächsten Tag die Fruchtstückchen abgießen. Den Saft auffangen und die weichgekochten Früchte nicht wegschmeißen. (Demnächst zeige ich euch, wie ihr damit leckeres Quittenbrot machen könnt - bei Barbara wird es auch toll erklärt.)
Vom Saft 900 ml abmessen, mit dem Gelierzucker und Zitronensaft aufkochen. Sobald der Saft sprudelnd kocht, den Wecker auf 4 Minuten stellen. Nach dieser Zeit sollte der Saft gelieren. Um wirklich sicher zu gehen, macht ihr am besten eine Probe, indem ihr einen Esslöffel abschöpft und auf einen Teller gebt. Wenn der Saft schnell fest wird, könnt ihr das Gelee bereits in die vorbereiteten Gläser geben - ansonsten noch einen Moment weiterkochen. Gut verschließen und dann auf dem Kopf auskühlen lassen. So entsteht ein Vakuum und das Gelee ist sehr lange haltbar.

Wer nun Lust bekommen hat, dieses Rezept nachzukochen, sollte sich auf die Suche nach Quitten begeben. Das ist gar nicht so einfach, denn da nur wenige Leute wissen, was sie damit anfangen sollen, wird es auch nicht besonders viel verkauft.
Die Tage folgt dann das Rezept des Quittenbrotes, das braucht aber noch, da es noch nicht fertig getrocknet ist.

Liebe Grüße,
Wiebke

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